Jakob Böhme

GA 62/1913-01-09/p049 ·1913-01-09 · original (original)
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Da wird uns wohl etwas in Jakob Böhme begreiflich, was uns heute am schwersten begreiflich wäre. Es ist nicht erzwungen, wenn man neben den Runenrätsellöser, der aus den auf den Boden geworfenen Zweigen allerlei Rätsel löst und die Offenbarungen der Gottheit selber erkennen will, wenn man daneben hinstellt, wie Jakob Böhme aus seiner Verwandtschaft mit dem Sprachgefühl zum Beispiel die Silben «sul» und «phur» runenartig hinstellt und daraus Weltenrätsel lösen will. Da erscheint er uns wie ein letzter Sproß aus Germaniens Wäldern, und wir begreifen, warum seine Freunde ihm den Namen «Philosophus teutonicus» gegeben haben. Das schließt aber seine Bedeutung für die kommenden Zeiten ein.

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Cite: GA 62/1913-01-09/p049 · edition original