Fairy Tales in the Light of Spiritual Investigation

GA 62/1913-02-06/p032 ·1913-02-06 · original (original)

Ich will nun, bevor ich das Märchen kurz skizziere, nur das eine noch vorausschicken: Alles, was so der Geistesforscher in der geistigen Welt erforschen kann — und diese Dinge, die eben angeführt worden sind, müssen ja in der geistigen Welt erforscht werden, denn sie sind ja sonst auch nicht mehr da -, alles was so erforscht wird, stellt doch die Welt dar, mit der die Menschenseele verbunden ist. Wir sind in den tiefsten Untergründen unserer Seele mit dieser Welt verbunden. Sie ist immer da, ja, wir treten sogar unbewußt in diese geistige Welt ein, wenn wir im normalen Leben in Schlaf versinken. Unsere Seele ist damit verbunden, und sie hat in sich nicht nur jene Erlebnisse, die sie während des Schlafes bekommt, sondern auch diejenigen, welche mit der ganzen Entwickelung zusammenhängen, die eben angedeutet worden ist. Wenn es nicht paradox wäre, möchte man sagen: im unbewußten Zustande weiß die Seele davon, erlebt die Seele sich selber in dem fortgehenden Strome, der da ausging von der ursprünglichen Sonne und dann von der Tochter-Sonne, die wir jetzt am Himmel erglänzen sehen, und von dem Monde, der auch die Nachkommenschaft der ursprünglichen Sonne ist. Und auch das erlebt die Menschenseele, daß sie, geistig-seelisch, ein Dasein durchgemacht hat, in welchem sie noch nicht mit der irdischen Materie verknüpft war, in dem sie aber auf die irdischen Vorgänge hinunterschauen konnte, zum Beispiel auf die Zeit, während welcher die höchsten tierischen Organismen die Fisch-Anlagen waren, wo die jetzige Sonne, der jetzige Mond entstanden und sich von der Erde abspalteten. Im Unbewußten ist die Seele mit diesen Vorgängen verknüpft.

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