{"corpus":"steiner","locus":"GA 62/1913-02-06/p035","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Oder nehmen wir ein anderes, ein merkwürdiges melanesisches Märchen. Erinnern wir uns, bevor wir von diesem Märchen sprechen, daran, daß die Menschenseele, wie es die Geistesforschung ergibt, eben durchaus zusammenhängt auch mit den gegenwärtigen Ereignissen und Tatsachen des Universums. Wenn das auch zu bildhaft gesprochen ist, so ist es doch geisteswissenschaftlich in einer gewissen Beziehung richtig, wenn wir sagen: Wenn die Menschenseele im Schlafe den physischen Leib verläßt, so führt sie ein Dasein unmittelbar zusammenhängend mit dem ganzen Kosmos, fühlt sich verwandt mit dem ganzen Kosmos. Es gibt eine Möglichkeit, um sich leicht an die Verwandtschaft der Menschenseele, zum Beispiel des menschlichen Ichs mit dem Kosmos zu erinnern, oder wenigstens mit etwas Bedeutungsvollem im Kosmos. Wir richten den Blick hin auf die Pflanzenwelt und sagen uns: Diese Pflanze wächst, aber sie kann nur wachsen unter dem Einfluß von Sonnenlicht und Sonnenwärme. Da haben wir vor uns in der Erde wurzelnd die Pflanze. Wir sagen in der Geisteswissenschaft: Diese Pflanze besteht aus ihrem physischen Leibe und aus dem Lebensleibe, der sie durchzieht. Aber das genügt nicht, damit die Pflanze wächst und sich entfaltet. Dazu sind die Kräfte notwendig, die von der Sonne auf die Pflanze wirken.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Fairy Tales in the Light of Spiritual Investigation","date":"1913-02-06","location":null,"word_count":195,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/62/1913-02-06/p035","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/62/1913-02-06/p035"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/62/1913-02-06/p035","paragraph_aligned":true}]}