13. Die Moral im Lichte der Geistesforschung

GA 62/1913-04-03/p014 ·1913-04-03 · original (original)
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Die dritte Stufe, wodurch der Geistesforscher wirklich in das Wesen der geistigen Tatsachen und Wesenheiten eindringt, nennt man die Intuition. Nicht diejenige Intuition ist gemeint, welche in der Trivialsprache manchmal mit diesem Worte bezeichnet wird, sondern etwas, das ein wirkliches Hinübertreten des eigenen Seelenlebens in fremdes Wesen ist, wodurch der Mensch fähig wird, indem er sein Wesen mit fremdem Wesen verbindet, in das Innere außer ihm befindlicher geistiger Wesen einzudringen. Demjenigen, was Sinneserkenntnis und Verstandeserkenntnis ist, treten also auf anderen Erkenntnisstufen Imagination, Inspiration und Intuition gegenüber.

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