13. Die Moral im Lichte der Geistesforschung

GA 62/1913-04-03/p016 ·1913-04-03 · original (original)
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Nun wurde schon darauf aufmerksam gemacht, insbesondere auch, als die «Irrtümer der Geistesforschung» besprochen worden sind, wie wichtig der Ausgangspunkt ist, von dem die Seele zu jenen Stufen ihres Daseins hingelangt, auf denen sie in die geistige Welt hineinschauen kann. Da ist besonders hervorgehoben worden, daß eine Art von Ohnmacht in bezug auf die Erkenntnis der geistigen Welt bei jener Seele eintritt, die nicht von moralischer Tüchtigkeit, von moralischer Stimmung ihren Ausgangspunkt nimmt. Eine solche Seele wird für die höheren Welten eine gewisse Betäubung zeigen und nur dasjenige aus diesen höheren Welten offenbaren können, was eben wie durch eine Art Betäubung gesehen, was also verfälscht ist. So ist schon hingewiesen worden auf den Zusammenhang von moralischer Seelenstimmung im Ausgangspunkte mit dem, was die Seele erlangen kann, wenn sie durch Imagination, Inspiration und Intuition wirklich in die geistigen Welten eintritt. Aber wir können noch genauer die Bedeutung der moralischen Seelenverfassung für die höheren Erkenntnisstufen charakterisieren.

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