{"corpus":"steiner","locus":"GA 63/1914-01-08/p038","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"> Im Hafen lieg ich, den wir all’ erreichen,  \n> Gebrechlich war die Barke, die mich trug,  \n> Sturmvoll die Fahrt, doch jetzt gilt es, im Buch  \n> Des Lebens meine Rechnung auszugleichen.\n> Einst war die Kunst mein Glück, berauschend tränkte  \n> Ihr Nektar mich, der so verlockend schäumte,  \n> Idol und Göttin war sie, und ich träumte,  \n> Bis ich erwachend seh, was sie mir schenkte!\n> Zwiefach wälzt sich Vernichtung auf mich zu;  \n> Der Tod, der jetzt mich fortnimmt, ohn’ Erbarmen,  \n> Und nach ihm, jener ew’ge Tod voll Schrecken!\n> Marmor und Farben geben keine Ruh,  \n> Nur Eins gibt Trost: zu schaun nach jenen Armen,  \n> Die sich vom Kreuze uns entgegenstrecken.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Michelangelo und Seine Zeit vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft","site_heading":null,"date":"1914-01-08","location":null,"word_count":118,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/63/1914-01-08/p038","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/63/1914-01-08/p038"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/63/1914-01-08/p038","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}