Das Böse im Lichte der Erkenntnis vom Geiste

GA 63/1914-01-15/p039 ·1914-01-15 · original (original)
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Ich weiß sehr wohl, daß mit einer solchen Darstellung des Ursprungs des Bösen und des Übels heute etwas gesagt wird, was vielleicht nur einer geringen Anzahl von Menschen einleuchtend sein kann, was sich aber immer mehr und mehr in das menschliche Seelenleben einleben wird. Denn man wird finden, daß das Fertigwerden mit den Problemen der Welt überhaupt nur möglich ist, wenn man dieser unserer Welt eine geistige zugrundeliegend denkt. Mit den Vollkommenheiten der sinnlichen Weltmag der Mensch - er gibt sich dabei allerdings auch einer Illusion hin — noch fertig werden; mit den Unvollkommenheiten aber, mit dem Bösen und dem Übel, wird er nicht fertig werden, wenn er nicht aufzusuchen vermag, inwiefern dieses Böse und das Übel in der Welt sein müssen. Und er sieht ein, daß sie in der Welt sein müssen, wenn er sich sagt: es ist das Böse in der physischen Welt nur deplaciert. Würden die Eigenschaften, die der Mensch ungerechtfertigt in der physischen Welt verwendet, und die dort Böses stiften, in der geistigen Welt angewendet werden, so würde er dort vorwärts schreiten.

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