Zwischen Tod und Wiedergeburt des Menschen

GA 63/1914-03-19/p006 ·1914-03-19 · original (original)
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Wenn der Mensch durch die Todespforte geht, so gehört er einer Welt an, die allerdings nur der Geistesforschung zugänglich ist, Geistesforschung in dem Sinne, wie sie in den bisherigen Vorträgen hier vertreten worden ist. Diese Geistesforschung kann eine Erkenntnis gewinnen, welche nur durch die sich leibfrei wissende Seele erlangt werden kann. Die Methoden haben wir öfter besprochen, wodurch die Menschenseele wirklich dazu kommt, Erkenntnisse nicht nur dadurch zu gewinnen, daß sie sich ihres Leibes, ihrer Sinne bedient, um mit der Außenwelt in Berührung zu kommen, sondern indem sie wirklich aus dem Leibe heraustritt, so daß dieser Leib außer ihr steht, wie sonst ein äußerer Gegenstand sich außer ihr befindet, und daß sie sich in der Absonderung von ihrem Leibe, in einer geistigen Umwelt sich wissend, erlebt. Wie die Seele des Geistesforschers dazu kommt, das ist öfter auseinandergesetzt worden; und sie kommt dadurch in jene Welt, welche der Mensch betritt, wenn er die Pforte des Todes durchschreitet. Und nun will ich ohne weitere Vorbereitung erzählen, was der Geistesforscher durch die hier seit langem erörterten Methoden über das Leben des Menschen zwischen Tod und Wiedergeburt zu sagen hat.

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Cite: GA 63/1914-03-19/p006 · edition original