Zwischen Tod und Wiedergeburt des Menschen
Damit hängt auch das zusammen, was als das neue Bewußtsein auftritt. Was wir als unser gewöhnliches Bewußtsein, als unser gewöhnliches Wachbewußtsein zwischen Geburt und Tod haben, das wird dadurch angefacht, daß wir mit den Gegenständen der Außenwelt zusammenstoßen. Im Schlafe tun wir das nicht, da haben wir dann auch nicht unser gewöhnliches Bewußtsein; aber wir stoßen uns ja auch mit dem Gehör, mit den Augen an der Außenwelt, und dadurch haben wir das alltägliche Bewußtsein. So, wie das Bewußtsein im gewöhnlichen Leben durch den Verkehr mit der Außenwelt angefacht wird, so wird unser Bewußtsein nach dem Tode dadurch entfaltet, daß sich der Mensch im Zusammenhange weiß mit dem, was ich als das Gedankenerlebnis nach dem Tode geschildert habe, das sich entfernt. Und das ist auch die Anfachung des Bewußtseins nach dem Tode, die darin besteht, daß der Seele die Empfindung bleibt: Deine Gedanken sind in Fernen gegangen, du mußt sie suchen! Damit könnte ich den Eindruck charakterisieren, den dann die Seele erlebt, und der die Kraft bildet, daß das geistige Bewußtsein nach dem Tode angefacht wird: Du mußt deine in Fernen gegangenen Gedanken suchen! Dieses Wissen von den fortgegangenen Gedanken bildet einen Teil des Selbstbewußtseins nach dem Tode. Wir werden gleich nachher sehen, welche Rolle diese Art des Selbstbewußtseins weiter spielt.