Zwischen Tod und Wiedergeburt des Menschen
Und jetzt treten immer neue und neue Erlebnisse aus dem Dämmerdunkel der geistigen Welt auf. Das tritt auf, was man nennen kann: Verbindung mit nächststehenden Menschen. Wir haben sie gehabt, diese Verbindung, bevor wir die Zeit vor dem bezeichneten Mittelpunkte erlebt haben; aber wir lebten so mit den uns nächststehenden Menschen, daß wir mit ihnen arbeiteten in der geistigen Welt, daß wir mit ihnen im Geiste verbunden waren. Jetzt tauchen sie wieder auf; jetzt tauchen diejenigen auf aus unserem eigenen Erdenleben, denen gegenüber wir unser Leben unausgeglichen haben; die tauchen auf, mit denen wir blutsverwandt waren, denen wir im Leben nahegestanden haben. So tauchen sie auf, daß wir an ihrem Auftauchen beurteilen können, was noch an uns unausgeglichen ist, was wir ihnen noch schuldig sind, was wir ihnen gegenüber noch auszugleichen haben. Wir fühlen uns mit diesen Seelen, die da auftreten, so verbunden, wie wir uns verbunden fühlen müssen nach dem Ergebnis des Zusammenlebens mit ihnen in früheren Erdenleben. Das ist das erste, was wir nach unserm eigenen Erdenleben erleben: wie wir in einem neuen Erdenleben mit den Seelen zusammenleben wollen, mit welchen wir früher in einer näheren Weise zusammengelebt haben. Und im weiteren Verlaufe dieser Zeit treten die uns mehr fernstehenden Seelen auf, diejenigen, mit denen wir einen Zusammenhang im Leben gehabt haben in der Weise, daß wir etwa mit ihnen ein gleiches religiöses Bekenntnis hatten, daß wir ein Volk mit ihnen bildeten, in einer gewissen Weise ein Ganzes mit ihnen bildeten. Die Seelen also, welche in unsern irdischen Werdegang hineingestellt waren, treten so auf, daß sich aus diesem Auftreten ergeben kann, wie unsere Seele ihre neue Erdenverkörperung bilden muß, um das zu suchen, was sich als Wirkung aus den früheren Erdenleben ergeben muß im Leben mit den Seelen, welche da auftreten. — Endlich tritt aus dem Dämmerdunkel des Geistigen der Zusammenhang mit Seelen auf oder auch mit anderem Geistigen im Erdenleben, den man einen idealen nennen kann. Nachdem man die Überschau über sein verflossenes Erdenleben erlebt hat, nachdem man die Überschau über die Menschen erlebt hat, die einem im verflossenen Erdenleben nahegestanden haben, die Gemeinschaften, welche einem nahegestanden haben, tritt einem nun lebendig entgegen, welche Menschen einem im Leben als ideale Gestalten entgegengeleuchtet haben, wenn man ihnen auch persönlich ferngestanden hat. Das, was man im Erdenleben seine persönlichen Ideale, seine geistige Welt nennt, das tritt einem am spätesten entgegen.