{"corpus":"steiner","locus":"GA 63/1914-03-19/p024","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Immer mehr und mehr treten nun für den Menschen, der sich die äußere geistige Welt um sich herum beleuchtet, die erst unbestimmt gefühlten Kräfte auf, die zu den entflohenen Lebenserfahrungen hingehen. Das Urbild eines neuen Lebens wird immer bestimmter und bestimmter, und das macht, daß der Mensch durch die Kräfte, die in ihn selbst gelegt werden, sich hinuntergetrieben fühlt zum physischen Erdenleben, in der Weise sich hinuntergetrieben fühlt, daß er sich durch dasjenige Elternpaar angezogen fühlt, welches ihm die körperliche Hülle geben kann, die dem in der geistigen Welt geschaffenen Urbilde seines kommenden Erdenlebens am meisten entsprechen kann. Ein Dreifaches verbindet sich also bei der Wiedergeburt des Menschen: das Männliche, das Weibliche und das Geistige. Man kann sagen: Lange bevor der Mensch mit der Geburt in das neue Erdenleben tritt, zieht diese ausgebildete Kraft zu dem betreffenden Elternpaare hin; denn der Mensch ist innerlich, substantiell, diese Kraft, welche sich auswächst, könnte man sagen, als die Kraft, welche zunächst zu dem Urbilde und dann zu dem neuen Erdenleben hintreibt. Aber gerade dabei können sich die verschiedensten Verhältnisse abspielen. Was dabei in Betracht kommt, ist zunächst einmal, daß der Mensch hierbei einen Rückblick hat auf seine früheren Erdenleben. Er gelangt dadurch ganz selbstverständlich zu der innerlichen Sehnsucht nach einem neuen Erdenleben. Aber nun kann das eintreten, daß der Mensch sehr gut in sich fühlt: Du mußt dich auf der Erde verkörpern; aber du kannst nicht bis dahin kommen, wo du dich in einem neuen Erdenleibe so verkörpern kannst, daß du die Lebenserfahrungen ergreifen kannst, welche dir vorangeeilt sind.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zwischen Tod und Wiedergeburt des Menschen","site_heading":null,"date":"1914-03-19","location":null,"word_count":256,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/63/1914-03-19/p024","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/63/1914-03-19/p024"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/63/1914-03-19/p024","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}