6. Geist-Erkenntnis in glücklichen und ernsten Stunden des Lebens
Wenn heute eine äußere wissenschaftliche Anschauung von diesen höheren Gliedern der Menschennatur nicht sprechen kann oder nicht sprechen will, sie nicht anerkennen will, so gleicht eine solche Nichtanerkennung etwa der Nichtanerkennung der Luft von seiten eines Menschen, der nur das mit den physischen Augen Sichtbare und dasjenige, was sich von dem Sichtbaren auch mit den physischen Händen angreifen läßt, gelten lassen will. Denn so wie wir die Luft als physische Materie einatmen und ausatmen in kurzen Zeiten, so atmen der physische und der ätherische Menschenleib mit dem Aufwachen den astralischen Leib und das Ich ein; und mit dem Einschlafen werden sie wieder ausgeatmet, — wenn wir das Wort «atmen» bildlich verstehen. Es entläßt der physische Menschenleib in die geistige Welt hinein mit dem Einschlafen den astralischen Leib und das Ich. Und fruchtbar wird nun diese Geist-Erkenntnis, wenn sie in entsprechender Weise im Leben angewendet werden kann, wenn die Menschenseele sich von ihr durchdringen kann und das Leben in ihrem Lichte betrachten kann.