6. Geist-Erkenntnis in glücklichen und ernsten Stunden des Lebens
Was werden sie? — Nun, das Glück wird, weil wir durch das Glück unsern Zusammenhalt mit der Außenwelt haben, eine Stärkung unseres ganzen Wesens; in unser Gefühl, in unser Gemüt und in unsere Willensimpulse fließt das Glück ein. Wir verdämmern uns nicht das Glück, wir versauern es uns nicht; wir verachten nicht das Glück. Wir nehmen es hin — dankbar — aus den Händen der Weltenmächte, aber wir durchschreiten es so, daß wir ewige Früchte am Baume des Glückes pflücken, Früchte für unsern Willen, Früchte für unser Gemüt. Und wer in die Lage kommt, also das Glück zu genießen, er kann erfahren, daß er an diesem Glück wahrhaftig nicht weniger erlebt als derjenige, der geistunbewußt das Glück durchmacht. Feiner und intimer sind die Glückserlebnisse; feiner und intimer deshalb, weil sie uns gleichsam die Fenster geben in eine geistige Welt hinein, weil sie zur Vermittelung jener Stärkung unserer Seele werden, die uns aus den geistigen Welten kommen kann.