8. Was ist am Menschenwesen sterblich?

GA 64/1915-02-26/p027 ·1915-02-26 · original (original)
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So hat er darauf hingewiesen, daß man aus dem Räumlichen hinausgehen muß, um zu demjenigen zu kommen, was das eigentlich Geistige ist. Nun allerdings, für denjenigen, der materialistisch denkt, hört dort gerade, wo das Unsterbliche beginnt, die Wirklichkeit auf; und da für ihn dort, wo das Unsterbliche beginnt, die Wirklichkeit aufhört, so kann er zu keinem Begriff von dieser Unsterblichkeit kommen. Wir merken ja wiederum an David Friedrich Strauß, dem Repräsentanten des Materialismus in der neueren Zeit, wie merkwürdig gedacht wird in bezug auf diese Dinge. David Friedrich Strauß hat eine sehr geringe Meinung von Kirchenvätern. Das sind für ihn abgetane Leute; aber er erinnert doch an einen dieser abgetanen Leute, an einen dieser Kirchenväter, der ihm gefallen hat. Er drückt sich etwas merkwürdig über diesen aus, zwar etwas grob, aber doch in gewissem Sinne geistvoll. Diese Charakteristik gibt David Friedrich Strauß hauptsächlich aus dem Grunde, weil jener Kirchenvater gesagt hat: «Unkörperlich ist nur dasjenige, was nicht ist.» — Das ist auch die Überzeugung von David Friedrich Strauß: Unkörperlich ist nur dasjenige, was nicht ist. Man kann ebensogut sagen: was unräumlich ist; aber «im Raum wohnt das Geistige — das Erhabene — nicht».

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