13. Schlaf und Tod vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft

GA 64/1915-04-16/p008 ·1915-04-16 · original (original)
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Der Mensch kann sich wirklich frei machen vom Leiblich-Physischen. Von diesem Gesichtspunkte aus soll einiges Licht geworfen werden auf die Geheimnisse von Schlaf und Tod. Wenn der Mensch sich vom Leiblich-Physischen frei macht, so kommt er in einen Zustand, in dem er seine ganze Menschlichkeit durchschauen kann, wie sie in der physischen Welt ist. Jetzt erst ist ein wahres Sich-Erkennen möglich. Jetzt erst wird man sich Objekt, wie der Wasserstoff, der sonst im Wasser ist, erst dann Objekt wird, wenn er vom Chemiker losgelöst wird. Jetzt ist man imstande, dieses neu Erlangte in Beziehung zu setzen zu Bewußtseinszuständen, die im gewöhnlichen Alltagsbewußtsein nicht in Beziehung zueinander gesetzt werden können: das Wach-Erleben in Beziehung zu dem Schlaf-Erleben.

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