13. Schlaf und Tod vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft
Über dasjenige, was im Schlaf herausgeht, namentlich über das Wort, das man dafür anwendet, kann gespottet werden. Man lasse den Leuten den Spott. Das was herausgeht, ist der astralische, der eigentliche Seelenleib und das Ich. Man hat also die viergliedrige Menschennatur vor sich: auf der einen Seite das Leibliche und das Ätherische, auf der andern Seite das Seelische, in dem die Ichnatur gleichsam eingebettet ist. Im gewöhnlichen Schlaf ist das Ich nicht fähig, ein Bewußtsein zu erzeugen, weil es auf der gegenwärtigen Stufe der Menschheit seine Ichtätigkeit im Zusammenhang mit dem Leiblich-Physischen entwickelt. Man kann auch nicht in der Luft gehen, und ebensowenig kann das Ich-Bewußtsein sich entwickeln ohne den Widerstand des Leiblich-Physischen; es entwickelt sich daran. Im Schlaf findet es diesen Widerstand nicht und kann daher nicht zum Bewußtsein kommen. Es entwickelt ein dumpfes Bewußtsein; aber dies ist nur ein paradoxer Ausdruck, da es eben nicht zum Bewußtsein kommt.