14. Die deutsche Seele in ihrer Entwickelung
Wir können drei Zeiträume innerhalb der seelischen Entwickelung unterscheiden. Ich habe sie ja schon angedeutet: von dem Anfang der zwanziger bis zum Ende der zwanziger Jahre; vom Ende der zwanziger Jahre bis zum fünfunddreißigsten, sechsunddreißigsten Jahre; vom sechsunddreißigsten Jahre bis zum zweiundvierzigsten, dreiundvierzigsten, vierundvierzigsten Jahre. Die Seele des Menschen macht da doch gewisse Entwickelungsphasen durch, die sich genau unterscheiden lassen, wenn sich auch, wie gesagt, dasjenige, was da zu unterscheiden ist, nur wie eine feinere Stimmung über das Seelenleben ausbreitet. Es ist ein Geistig-Seelisches in der Entwickelung in diesen Jahren. Und derjenige, der den Unterschied zwischen dem Geistigen und Seelischen kennt, von dem hier oftmals gesprochen wurde und auf den ich wieder zurückkommen werde, wird verstehen, was ich meine. In diesen Jahren, bis zum zweiundvierzigsten, dreiundvierzigsten, vierundvierzigsten Jahre hin, haben wir es mit der inneren Entwickelung allein, einer geistig-seelisch schattierten, zu tun. Dann beginnt eine mehr geistige Entwickelung des Inneren. Das Innere zieht sich noch mehr als in den vorhergehenden Jahren von dem Durchtränken und Durchdringen des Organismus zurück, Es lebt noch mehr in sich. Und die Möglichkeit, Zeitabschnitte für das Weitere zu unterscheiden, ist kaum angängig für den gegenwärtigen Entwickelungszustand der Menschheit. Erst wenn sich die Erdenentwickelung weitergeführt haben wird, wird sich auch für die folgenden Jahrzehnte des menschlichen Lebens eine Unterscheidung in der Weise wie für die früheren Jahre finden lassen. So sehen wir, wie in einer ganz merk würdigen Art Geistig-Seelisches zusammenwirkt in dem, was uns als Mensch in der physischen Welt gegenüberrritt.