14. Die deutsche Seele in ihrer Entwickelung
Zu diesen Betrachtungen über die leiblich-seelisch-geistige Entwickelung des Menschen muß noch etwas hinzukommen, wenn man den Menschen so betrachten will, wie er sich ergibt, herauskraftend aus der Volksseele. Es muß hinzukommen ein Verständnis dafür, daß diese Menschenseele trotz aller Einwände des sogenannten Monismus etwas Zusammengefaßtes ist. Ich habe ja oftmals gesagt: wenn man nach der Ansicht gewisser Leute in bezug auf das Seelen- und Leibesleben Monist und nicht Dualist sein wollte, so müßte man ja auch das Wasser nur als eine Einheit betrachten und behaupten, man dürfe es durchaus nicht betrachten als etwas Zusammengesetztes aus Wasserstoff und Sauerstoff! Man kann selbstverständlich ein ganz guter Monist sein, wenn man das Wasser als aus Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt betrachtet, ebenso, wie man ein ganz guter Monist sein kann, wenn man das menschliche Gesamtleben zusammenfaßt aus dem, was Seelisch-Geistiges ist und was Leiblich-Körperliches ist. Dabei bleibt der Mensch so, wie er uns in der äußeren physischen Welt entgegentritt, ein Monon, so wie das Wasser ein Monon ist.