14. Die deutsche Seele in ihrer Entwickelung
Wenn wir solche Vorgänge studieren wollen, wie ich sie vorhin beschrieben habe, das Wirken einer späteren Lebenszeit in einer früheren, sagen wir, der seelischen Zustände vom achtundzwanzigsten bis zum fünfunddreißigsten Jahre in dem Knabenleib bis zum siebenten Jahre, dann müssen wir uns dieses Wirken des späteren Seelischen in dem früheren Leiblichen auch von der Art denken, wie immer Geistig-Seelisches unterbewußt in uns wirkt, immer unterbewußt in uns arbeitet durch das ganze Leben hindurch. Da unten geht Geistig-Seelisches vor sich, wirklich Geistig-Seelisches, nicht bloß feiner Leibliches. Da unten im menschlichen Organismus, in dem, was sich vollzieht, ohne daß das Bewußtsein, das den menschlichen Organismus mit seinem Wissen, mit seinem Erkennen begleitet, etwas davon weiß, in diesen untergestellten Partien des menschlichen Organismus, da lebt dann ein Teil des Geistig-Seelischen, ein Glied des Geistig-Seelischen während des wachen 'Tageslebens mit dem Geistigen der Umgebung so, wie unsere Lunge mit der Luft lebt, mit dem Geistigen der Umgebung, nur nicht der räumlichen Umgebung. Aber wie gesagt, auf diese feineren Begriffe kann ich nicht eingehen. Da entwickelt sich wirklich ein Leben geistig-seelischer Art zwischen einer geistigen Welt und dem menschlichen Gesamtwesen, das ebenso wirklich, ebenso real ist, wie die Wechselwirkung zwischen der Luft und der Lunge.