14. Die deutsche Seele in ihrer Entwickelung
Nun ist es nicht meine Art, wie Sie wissen, etwa im Sinne von Gustav Theodor Fechner oder ähnlichen, von mir übrigens hoch geschätzten Leuten, Anthropomorphismus zu treiben und anthropomorphistische Analogien zu suchen, sondern ich versuche, den Tatsachen ins Auge zu schauen, allerdings den Tatsachen ebenso in der physischen Welt wie den Tatsachen, die sich in der geistigen Welt befinden und sich in der physischen Welt nur durch ihre Wirkungen zeigen. Da handelt es sich darum, zunächst einmal den Blick darauf zu wenden, wie denn die Eigentümlichkeit, der Charakter, die Wesenheit einer Volksseele überhaupt in den Menschen hineinwirken kann, worin diese Volksseele eigentlich besteht. Diejenigen, die billige Analogien machen, anthropomorphistisch vorgehen, nehmen den einzelnen Menschen, den Knaben, die Jugendentwickelung und so weiter, betrachten dann ein Volk, wie es sich auch aus gewissen Jugendanfängen bis zu einem gewissen Reifezustand hin entwickelt. Das, wie gesagt, ist nicht meine Aufgabe.