14. Die deutsche Seele in ihrer Entwickelung

GA 65/1916-04-13/p037 ·1916-04-13 · original (original)
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Durch die angegebene Eigenschaft der deutschen Volksseele muß nämlich dasjenige, was Verständnis des deutschen Volksseelenwesens liefert, in diesem leichten Hingeben gesucht werden, das aber durchaus nicht verbunden zu sein braucht mit einer gewissen Schwäche, wie man so leicht denken könnte, Und gerade dieses könnte ja aus den Worten unbefangener Beobachter der deutschen Seele hervorgehen. Da ist zum Beispiel ein unbefangener Beobachter — ich scheue mich fast, diese Worte vorzulesen, weil es, wie gesagt, unbehaglich ist, als Deutscher solche Worte über die Deutschen gesprochen zu hören. Ein Gedicht heißt «An Deutschland». Man darf sagen, dieses Gedicht ist durchdrungen zugleich von der Vielfältigkeit, diesem labilen Gleichgewicht der deutschen Volksseele und der gerade aus diesem Gleichgewicht herausfließenden Stärke. Da sagt denn der Dichter:

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