Schicksal und Seele

GA 66/1917-02-17/p010 ·1917-02-17 · original (original)
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Welten?» und «Geheimwissenschaft» und in anderen Büchern, die Sie in diesen angegeben finden. Das Wichtige nun, was für unsere heutige Frage in Betracht kommt, ist dieses, daß zum Eindringen in die hinter der physisch-sinnlichen Weit liegende geistige Welt jenes gewissermaßen persönliche Denken nicht hinreichend ist, das man geübt hat in der äußeren stofflichen Welt, das man dadurch gelernt hat, daß man die Dinge der äußeren stofflichen Welt vergleicht, daß man nach ihren Zusammenhängen forscht und so weiter. Dieses Denken steht - das zeigt sich dem schauenden Bewußtsein - in einem viel zu unmittelbaren Zusammenhang mit dem seelisch-leiblichen Menschen, um eindringen zu können in die wirkliche geistige Welt. Der Mensch selbst, indem er im gewöhnlichen Leben ein Denker ist, benützt dieses Denken ausschließlich in Anwendung auf die sinnliche Welt. Dieses Denken kommt, so wie es zum Gebrauche in der sinnlichen Welt an seiner Subjektivität, an seiner Persönlichkeit haftet, nicht aus der Sinneswelt, in der der Mensch steht, heraus, kann nicht in die geistige Welt eindringen. Der Denkübungen sind viele vorzunehmen, um das zu erreichen, wovon gesprochen werden soll, aber eine charakteristische möchte ich herausgreifen: Es handelt sich darum, das Denken gewissermaßen loszulösen von seiner gewöhnlichen Wesenheit, seinen gewöhnlichen Bedingungen. Wenn man einen Gedanken faßt, so ist er zunächst gar nichts anderes als das, was mit der physisch-sinnlichen Welt in Zusammenhang steht. Und man mag sich noch so sehr anstrengen: Wenn man nur bei der Denkarbeit bleibt, die sich im gewöhnlichen Leben entwickelt, ist das Denken zu schwach, zu kraftlos, zu wenig energisch, um in die geistige Welt einzutreten. Man muß gewissermaßen erst von dem gewöhnlichen Leben das Denken loslösen, damit man dann mit seiner Individualität in das losgelöste Denken hineinschlüpfen und sich so aus dem Leibe herausziehen kann.

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