4. Geist, Seele und Leib des Menschen

GA 67/1918-02-28/p003 ·1918-02-28 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wer heute ein populäres oder auch wissenschaftliches Buch in die Hand nimmt, um darin irgendwelche Belehrungen zu suchen über das Verhältnis des menschlichen Geist- und Seelenwesens zu der äußeren Leibesorganisation, der wird zumeist auf so etwas wie das folgende Gleichnis stoßen können: Daß die Sinneseindrücke, die der Mensch von der Außenwelt empfängt, gewissermaßen telegraphische Nachrichten seien, die zur Zentralstation des Nervensystems, zum Gehirn, über die Nerven wie Drähte geleitet und von dort wiederum in den Organismus ausgesendet werden, um die Impulse des Wollens hervorzurufen, und so weiter. So einnehmend für manche heute ein solches oder ein ähnliches Gleichnis zu sein scheint, so kann man doch sagen, daß im Grunde mit einem solchen Gleichnis nur verdeckt werden soll die Hilflosigkeit gegenüber dem großen Seelen- und Geisträtsel, das man einschließen kann in die Worte, die den Gegenstand der heutigen Betrachtung charakterisieren sollen: Geist, Seele und Leib des Menschen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/67/1918-02-28/p003.json
Cite: GA 67/1918-02-28/p003 · edition original