Die Offenbarungen des Unbewussten vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkt
Unter den philosophischen Abhandlungen über das Traumleben möchte ich ein Buch hervorheben, das ein geistvoller deutscher Gelehrter, Johannes Volkelt, gegenwärtig Professor der Philosophie und Pädagogik in Leipzig, im Jahre 1875 über die Traumphantasie geschrieben hat, als er noch nicht Professor war. Dieses recht wertvolle Buch hängt sich ihm bis heute noch immer an, und ihm ist es wohl mit zuzuschreiben, wenn er auch heute noch nur Nebenprofessor ist. Der außerordentlich bedeutende schwäbische Ästhetiker Friedrich Theodor Vischer hat eine sehr schöne Abhandlung über dieses Buch geschrieben. Allein die akademischen Vorurteile, die in den letzten Jahrzehnten zu einer gewissen Anschauung von sogenannter Wissenschaftlichkeit geführt haben, sind schuld daran, daß das, was mit diesem Buche, wenn auch spärlich, inauguriert werden konnte, nicht aufgegriffen worden ist, sondern daß es wieder verdeckt worden ist von den landläufigen Vorurteilen, die verhindern, in das Traumleben wirklich einzudringen.