Die Offenbarungen des Unbewussten vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkt
Wer wirklich weiterkommt in der Erkenntnis der geistigen Welt, der erlebt nach und nach, daß sich auch seine Träume umgestalten. Sie werden regelmäßiger und regelmäßiger, aus den verworrenen Dingen, wie der eingesalzenen Großmutter und dergleichen, werden allmählich Dinge, welche sinnvoll etwas zum Ausdruck bringen, das ganze 'Traumleben wird sinnvoll durchsetzt. So lernt der Geistesforscher die eigentümliche Artverwandtschaft kennen zwischen dem Traumleben und dem Leben, das er zum Behuf der Geistesforschung suchen muß. Dadurch kommt er in die Lage, wirklich sagen zu können, was eigentlich von der Seele träumt, was in Wirklichkeit träumend ist. Denn er lernt noch etwas erkennen zu dem, was ich eben angeführt habe, nämlich wie jene Seelenverfassung ist, in _ der man sich befindet, während man imaginative Vorstellungen hat. Man weiß, man steht da mit der Seele in der geistigen Welt drinnen. Wenn man diese Seelenverfassung, diese besondere Stimmung des Seelenlebens kennt, kann man auch diese Stimmung, diese Verfassung vergleichen mit dem, wie die Seele im Traume gestimmt ist, wie die Seele im Traume in einer bestimmten Verfassung lebt. Aus dieser gewissenhaften Vergleichung stellt sich in der Tat heraus, daß dasjenige, was in der Seele träumt, was wirklich in der Seele tätig ist, während der Mensch die chaotischen Traumhandlungen abspielen läßt, der geistige, ewige Wesenskern des Menschen ist. Der Mensch ist als Träumender in der Welt, der er als geistig-seelisches Wesen angehört.