10. Der Übersinnliche Mensch III

GA 67/1918-04-20/p017 ·1918-04-20 · original (original)
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Das beruht darauf — ich will heute weitergehen, als ich damals in jenem Buche zu gehen für nötig gefunden habe -, daß der Mensch in seiner Organisation nicht bloß das hat, was fortschreitende Evolution ist, welche die Naturwissenschaft einzig und allein ins Auge faßt. Ich habe in den letzten Monaten auseinandergesetzt, daß durch solche Auffassung die ganze Sache einseitig betrachtet wird, und daß man damit alle die falschen Gesichtspunkte in das naturwissenschaftliche Denken hineingebracht hat, die heute darin sind. Man hat eben auch auf eine rückläufige Entwickelung hinzuschauen, auf eine Devolution. Der menschliche Organismus ist wahrhaftig ein wunderbarer Aufbau; er ist nicht nur in einem solchen Leben, das man beschreiben kann mit den Begriffen, welche die Naturwissenschaft heute anwendet, daß das Leben in einer gewissen aufsteigenden Entwickelung verläuft; vielmehr nimmt die menschliche Natur in sich selbst eine rückläufige Entwickelung auf, und am stärksten ist an rückläufiger Entwickelung in dieser menschlichen Organisation alles, was mit den Sinneswerkzeugen, mit dem Haupt zusammenhängt.

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