Germanische und indische Geheimlehre

GA 68a/1906-04-22/p018 ·1906-04-22 · original (original)
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Der göttliche Wesensteil des Menschen entspricht auch da einem göttlichen Teil. Die Geheimlehre unterscheidet auch da Sichtbares und Unsichtbares, Physisches und Geistiges. Der Mensch vor Ihnen scheint das zu sein, was äußerlich seinen plastischen Ausdruck findet, aber durch tieferen Anlass, im Ausbruch seiner Leidenschaften enthüllen sich die Kräfte seiner niederen Natur. So findet auch die Natur außen wie der Mensch in seinem Körper einen plastischen Ausdruck in physischen Gebilden, in denen ebenso auch Kräfte verborgen sind wie in der niederen Menschennatur. Es zuckt in der Wolke der Blitz. Die Geheimlehre zeigt nicht nur diesen Vergleich als zugrunde liegend, sondern auch, dass die göttlichen Wesenheiten in der Natur urverwandt sind mit dem, was im Menschen als sein Geist waltet und lebt. Dasselbe, was die Adelung der niederen Menschennatur bewirkt, dasselbe hat draußen in der Natur das Niedere überwunden. Mineral, Pflanze, Tier sind der plastische Ausdruck der Gottesnatur in absteigender Linie, während die unsichtbaren Geister in der Natur für die Geheimlehre den Aufstieg in die höhere Natur bedeuten. Sie sind weiter vorgeschrittene Wesenheiten als der Mensch. Tiere, Pflanzen, Mineralien sind auf absteigender Bahn weiter fortgeschritten.

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Cite: GA 68a/1906-04-22/p018 · edition original