22. Esoterisches Christentum
> 1. Im Urbeginne war das Wort, und das Wort war bei Gott, und ein Gott war das Wort. > 2. Dieses war im Urbeginne bei Gott. > 3. Alles ist durch dasselbe geworden, und außer durch dieses ist nichts von dem Entstandenen geworden. > 4. In diesem war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. > 5. Und das Licht schien in die Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht begriffen. > 6. Es ward ein Mensch gesandt von Gott, mit seinem Namen Johannes. > 7. Dieser kam zum Zeugnis, auf dass er Zeugnis ablege von dem Licht, auf dass ihm alle glauben sollten. 8. Er war nicht das Licht, sondern ein Zeuge des Lichts. > 9. Denn das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. > 10. Es war in der Welt, und die Welt ist durch es geworden, aber die Welt hat es nicht erkannt. > 11. In die einzelnen Menschen kam es — bis zu den Ich-Menschen kam es —, aber die einzelnen Menschen — die Ich-Menschen — nahmen es nicht auf. > 12. Die es aber aufnahmen, die konnten sich durch es als Gotteskinder offenbaren. > 13. Die seinem Namen vertrauten, sind nicht aus Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches und nicht aus menschlichem Willen, sondern aus Gott geboren. > 14. Und das Wort ward Fleisch und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Lehre gehört, die Lehre von dem einzigen Sohne des Vaters, erfüllt von Hingabe und Wahrheit.
Cite:
GA 68a/1906-11-27/p024 · edition original