{"corpus":"steiner","locus":"GA 68a/1907-05-24/p009","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Jenes höhere imaginative Bewusstsein, von dem ich gestern sprach, das ist hier nicht gemeint. Wollen wir vielmehr verstehen, wie sich dieses frühere Bilderbewusstsein verhält zu dem Bewusstsein, das der Eingeweihte, der die innere geistige Entwicklung durchgemacht hat, schon heute hat und das die ganze Menschheit einmal auf einer zukünftigen Stufe haben wird, wollen wir die beiden Bewusstseinsstufen des imaginativen Bewusstseins, diese zwei Entwicklungsphasen unseres Bewusstseins in ihrem Verhältnis erkennen, so müssen wir sagen: Dasjenige, von dem wir sprechen werden, geht dem unsrigen voran und ist ein dämmerhaftes, mehr traumhaftes Hellsehen. Die Menschen hatten in jener urfernen Vergangenheit ein traumhaftes Hellsehen, und aus diesem hat sich das heutige Gegenstandsbewusstsein erst herausgebildet; und ein zukünftiger Bewusstseinszustand steht vor unserer Seele, den der Eingeweihte schon heute hat und den die ganze Menschheit in ferner Zukunft einmal haben wird, indem der Mensch zusammen haben wird das heutige Gegenstandsbewusstsein und das Hellsehen, beides in heller, lichter Klarheit. Der frühere Mensch, unser uralter Vorfahr, hatte ein Bewusstsein, das noch nicht in derselben Weise rechnen konnte, wie das heutige das kann. Dafür hatte er aber eine Art dumpfen, traumhaften Hellsehens, er konnte nämlich entweder fortwährend oder aber in Zuständen, die besonders hervorgerufen wurden, da konnte er noch mehr hineinsehen in das Geistige und Seelische seiner Umgebung. Er konnte Bilder empfangen von dem, was geistig-seelisch in seiner Umgebung war. Das heutige Gegenstandsbewusstsein sieht geistige Wesenheiten nur dann, wenn sie äußerlich physisch verkörpert sind.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Bibel und Weisheit II","site_heading":null,"date":"1907-05-24","location":null,"word_count":235,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68a/1907-05-24/p009","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68a/1907-05-24/p009"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/68a/1907-05-24/p009","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}