{"corpus":"steiner","locus":"GA 68a/1907-05-24/p017","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ein anderes Beispiel: Wir verfolgen in der Geisteswissenschaft den Menschen in seiner Entwicklung weit, viel weiter zurück als bis zu dem Zeitpunkt, von dem wir jetzt gesprochen haben. Da ich hier schon öfters über den Entwicklungsgedanken gesprochen habe, so hoffe ich heute nicht missverstanden zu werden. Die Geisteswissenschaft verfolgt den Menschen zurück, weit, weit zurück, und wenn sie so den Menschen zurückverfolgt, dann kommt sie durch lange, lange Zeiträume hindurch immer zu solchen Menschenwesenheiten, wo äußerlich die Körperlichkeit, die physische Körperlichkeit am Menschen der Ausdruck ist für die im physischen Leibe des Menschen lebende Seele. Dann aber kommen wir, wenn wir weiter und immer weiter zurückgehen, zu einem Zeitpunkt der Menschheitsentwicklung, wo das nicht mehr so ist, wo wir sehen können wie sozusagen sich die Wege der physischen Entwicklung und der seelisch-geistigen Entwicklung weiter nach rückwärts trennen. Der Geist und die Seele des Menschen wurzeln in der Geisteswelt, und wenn ich den Ausdruck gebrauche vom Heruntersteigen aus der geistigen Welt, so wissen diejenigen, die schon tiefer in die Theosophie eingedrungen sind, dass dieser Ausdruck ja nur bildlich ist, ein Ausdruck für etwas Geistiges in einer Sprache, die nur für das äußere Materielle geeignet ist. Wir kommen zu Zeiten in der Menschheitsentwicklung, wo wir sehen, wie des Menschen Seele und Geist noch vereinigt ist mit andern Wesenheiten geistig-seelischer Art. Aus geistigen Wesenheiten heraus ist des Menschen Seele und Geist herausgeboren. Es gibt einen Zeitpunkt in unserer Erdenentwicklung, wo diese Menschenseele und -geist erst eingezogen sind in diesen physischen Leib, aber wir dürfen nicht glauben, dass dieser physische Leib, wie er die Seele und den Geist aufgenommen hat, auch eine lange, lange Entwicklung nicht hinter sich gehabt hätte.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Bibel und Weisheit II","site_heading":null,"date":"1907-05-24","location":null,"word_count":276,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68a/1907-05-24/p017","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68a/1907-05-24/p017"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/68a/1907-05-24/p017","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}