Bibel und Weisheit II

GA 68a/1907-05-24/p021 ·1907-05-24 · original (original)
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In langen, langen Zeiträumen vollzogen sich diese Dinge, die Umbildung jener Schwimmblase in die Lungen, die die Fähigkeit haben, den Sauerstoff der äußeren Luft zu verarbeiten. Denken Sie sich jetzt das ausgedrückt gefühlsmäßig, empfindungsmäßig — wenn etwa ein Beobachter diesen wichtigen Entwicklungsmoment schildern wollte — er hätte sagen können: Mit der Einatmung der Luft atmeten wir die göttliche Seele ein. So empfanden tatsächlich unsere Vorfahren, sie empfanden dankbar den Atemzug als den Beseeler. Sehen Sie, daher kommt, dass die Sagen und Mythen aller Völker in der Luft den Leib derjenigen Gottheit sahen, welche dem Menschen sein individuelles Bewusstsein gegeben hatte. In der dahinwehenden Luft sieht derjenige, der also aus dumpfem Hellsehen heraus oder aus dem entwickelten Bewusstsein des Sehers heraus sieht, den Leib der beseelenden Gottheit, jener Gottheit, von der seine individuelle Seele ein Stück ist. Denken Sie sich, dass alles das über lange, lange Zeiträume sich ausdehnte, was in solchen Sagen und Mythen bildhaft zum Ausdruck gebracht wurde.

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