Das Johannesevangelium und die Zukunft des Christentums

GA 68a/1907-12-14/p038 ·1907-12-14 · original (original)
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Wir finden in den heutigen wissenschaftlichen Schriften so häufig den Ausdruck «man» und «wir»: «man kann das nicht erkennen», «wir können das nicht erkennen» und so weiter. Diese Man- und Wir-Menschen stellen sich auf den Standpunkt des Blinden, der urteilen will über das, was man sehen kann oder nicht. Der Mensch kann urteilen nur über das, was er weiß, aber nicht über das, was er nicht weiß. Je höher der Mensch in die Geisteswelt hineinkommt, desto tiefer schaut er auch hinein in die geistige Welt. Wohl die Perspektive des Johannes unterscheidet sich von der Perspektive der andern Evangelisten, nicht aber der Inhalt.

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