Die Gefahren der Einweihung

GA 68a/1907-12-19/p012 ·1907-12-19 · original (original)
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Es gibt eine besondere Schwierigkeit, gerade an der Schwelle, weil da schwere Täuschungen, Halluzinationen von dem, was Wirklichkeit und Wahrheit ist, zu unterscheiden sind: dasjenige, was dem Menschen am schwersten ist, gewisse Vorurteile, Vorgefühle zu überwinden, die er aus dem gewöhnlichen Leben mitbringt. Wenn Leute hören, es gäbe einen Weg, um hineinzudringen in höhere Welten, dann erfasst sie oft eine ungeheure Gier und Leidenschaft; das aber strenge zu befolgen, was in dem gestrigen Vortrag hervorgehoben wurde, das strenge Schulen von Denken, Fühlen und Wollen, das scheint ihnen nicht nötig. Aber denjenigen muss gesagt werden, dass das heute, ebenso wie vor tausend Jahren unerlässliche Bedingung ist und von allen Geheimlehrern [streng eingehalten] werden muss. Wer sich nicht auf sinnlichkeitsfreies Denken einließ, der wurde nicht zugelassen zur Geheimschulung. Das kann heute nicht so streng befolgt werden, denn diejenigen, die die Hüter des Wissens waren, gaben früher der Menschheit überhaupt keine Gelegenheit, zu diesem Wissen zu kommen ohne Erfüllung dieser Bedingung. Heute ist es aber anders. Durch tausend und abertausend Kanäle rinnt das Wissen hin zu der Menschheit. Es ist aber staunenswert, wie selbst große Geister auf dem Gebiet der Wissenschaft gar nichts ahnen von diesem Urwissen der Menschheit!

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