Religion, Wissenschaft und Theosophie

GA 68a/1908-01-31/p008 ·1908-01-31 · original (original)
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Fassen wir einmal zusammen, wie bei Goethe zusammenwirkte Naturanschauung, Weltanschauung und religiöses Empfinden. Goethe hatte etwas von dem, was wir als theosophische Grundempfindung erkennenlernen wollen. Als Kind besaß er schon diese Empfindung. Er suchte sich allerlei Mineralien und Pflanzen, legte sie auf ein Musikpult, darauf stellte er ein Räucherkerzchen; das entzündete er mit einen Brennglas durch die ersten Strahlen der Sonne. So glaubte er, dem Gotte, der ihm entgegentrat aus allen Naturwerken, nahe zu sein durch dieses Opfer, was er ihm darbrachte. Dürfen wir uns verwundern, dass solch gewaltiges religiöses Gefühl auch später in seinen wissenschaftlichen Bestrebungen zum Vorschein kommt?

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