39. Der Ursprung Des Bösen

GA 68a/1908-02-20/p013 ·1908-02-20 · original (original)
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Nun gibt es noch ein viertes Glied, durch welches der Mensch die Krone der Schöpfung ist. Das vierte Glied seiner Wesenheit ist das, was ihn befähigt, alles, was in ihm ist, zusammenzufassen in den Namen «Ich». Dieser Name «Ich» ist ein Name, welcher das Geheimnisvolle seines Wesens schon verbirgt hinter dem Unterschied, welchen er aufweist gegenüber allen anderen Namen welche wir in der deutschen Sprache haben. Einen Stuhl kann jeder «Stuhl» nennen, einen Tisch «Tisch» und so weiter, doch den Namen «Ich» kann niemand von außen hören, er muss aus der eigenen Seele tönen. Jedes Ding kann seinen Namen von außen uns zutönen, das «Ich» kann er nur von sich selbst hören. Das haben diejenigen Weltanschauungen immer gefühlt, welche auf dem, was wir die Geisteswissenschaft nennen, aufgebaut waren. In der alttestamentlichen, hebräischen Religion finden Sie für diesen intimen Namen der Seele den unausgesprochenen Namen Gottes. Warum wird der nun so genannt? Soll die Seele ihren wahren Namen hören, dann spricht etwas in der Seele, das mit dieser Seele verbunden sein kann, ohne dass es eindringt durch irgendwelche Organe von außen: Es muss das Ich aus der eigenen Seele tönen. Ein Funke des göttlichen Seins ist in der Seele, indem sie ihren Namen «Ich» ausspricht.

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