39. Der Ursprung des Bösen
So haben wir uns den Ausbau unserer Erde zu denken als den durch die ganze Erdenentwicklung des Menschen hindurchgehenden Ausbau der Liebe. Wenn wir dies einsehen, so haben wir eine Handhabe zum Verständnis der heutigen Frage. Nur müssen wir uns klar sein, dass der Mensch nicht das einzige Wesen ist, was um uns herum ist. Sie wissen, dass der Geistesforscher nicht spricht von den geistigen Welten als von etwas, was in einem fernen Kuckucksheim ist, sondern er spricht davon im natürlichsten und selbstverständlichsten Sinne. Ebenso wie ein Blindgeborener, dem die Augen geöffnet werden, sieht er plötzlich alles durchflutet von Licht und Glanz. Er sieht eine neue Welt um sich, die immer vorhanden war, wie Licht und Farbe immer vorhanden waren, bevor ihm die Augen geöffnet waren. In dieser Welt, die nur unlogisches Denken ableugnen kann, sind noch andere Wesenheiten vorhanden, mit anderen Formen der Geistigkeit als der Mensch sie hat. Wir können uns eine Vorstellung von diesen geistigen Wesen machen, indem wir uns vor Augen führen, dass der Mensch in einer fortwährenden Entwicklung begriffen ist, wie er immer höher und höher kommen muss und dass er in jeder Verkörperung etwas erfährt und erlebt; er wird ein immer vollkommeneres Wesen.
Cite:
GA 68a/1908-02-20/p025 · edition original