39. Der Ursprung des Bösen

GA 68a/1908-02-20/p030 ·1908-02-20 · original (original)
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Das ist der Liebe allein möglich. Gehen wir noch einmal zurück von dem Kosmos der Liebe zum Kosmos der Weisheit. Was ist vom Menschen da bei dem Übergang vorhanden? Wie ich ihn beschrieben habe als das vierte Glied seiner Wesenheit, was den Menschen zur Krone der Schöpfung macht, das war beim Beginn unserer Erdenentwicklung noch nicht vorhanden, nur die Anlage des physischen Leibes, des Äther- und des Astralleibes. Aber ebenso, wie ein Samenkorn verfault und doch wieder aufgeht und eine Pflanze entstehen lässt, so verschwinden die Menschen beim Übergang vom Kosmos der Weisheit zum Kosmos der Liebe und erscheinen wieder auf der jetzigen Erde, und es wurde nach und nach heranentwickelt das Ich. Und dieses Ich musste da sein als Gegenpol der Kraft der Liebe. Liebe hat andere Daseinsbedingungen als Weisheit. Weisheit kann da walten, wo alle einzelnen Glieder voneinander abhängig sind, Weisheit kann da walten, wo ein Wesen der Liebe regiert. Soll Liebe von einem Wesen zum andern gehen, so kann das nur da sein, wo sie eine freie Gabe ist, die da sein muss wie eine Vaterkraft.

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