39. Der Ursprung des Bösen

GA 68a/1908-02-20/p037 ·1908-02-20 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Leben wir aber mit den Gefühlen durchdrungen, da macht das für uns einen ganz anderen Eindruck, nicht für den, der sie spekulativ begriffen hat, sondern für den, der sie theosophisch begreift. Wenn wir stille Stunden haben und unseren Geist zu den großen Rätselfragen erheben, so müssen wir etwas so Gewaltiges erleben, dass wir im Bösen noch das Gute fühlen. So durchdringen wir uns mit Gefühlen, so fühlen Sie jeden Schritt des Lebens mit. Wir stehen der ganzen Welt denkend, handelnd und fühlend gegenüber, und das ist äußerst wesentlich. Oh, wie werden wir milde, wenn wir etwas sehen, was uns früher empörte. Diese Empfindungen, die als ein Bodensatz stiller Stunden sich ergeben, machen das theosophische Leben aus. Noch mehr auf das alltägliche Leben angewandt, soll dies morgen betrachtet werden. Heute haben wir die Funktion des Bösen in flüchtigen Skizzen nur andeuten können.

Read this passage in another edition
DEoriginal
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/68a/1908-02-20/p037.json
Cite: GA 68a/1908-02-20/p037 · edition original