Die Zehn Gebote

GA 68a/1909-02-26/p022 ·1909-02-26 · original (original)
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So hat sich der Mensch in der Zeit entwickelt, dass er ausgegangen ist vom physischen, dann ätherischen, dann astralischen Leib, und zuletzt ist sein Ich erwacht. Das Ich also, welches wir als den göttlichen Funken betrachten, ist in dem Menschen, wie wir ihn heute sehen, als Letztes erwacht. Es gab einmal einen Menschen, in dem noch nicht das Ich voll erwacht war. Wenn wir uns einen solchen Menschen suchen wollen, in welchem das Ich noch schlummerte, so würden wir einen solchen Menschen finden in den ersten Zeiten des alten Griechenlands. Erst mit dem Auftreten der ersten Philosophen erwachte das Ich, aber die griechische Religion ist hervorgegangen aus einer Zeit, wo der Mensch sich seines Ichs noch nicht bewusst war, aus einer Weltanschauung, die im Wesentlichen an den Astralleib gebunden war, und deshalb sehen wir die Götter Griechenlands begabt mit Trieben, Leidenschaften und Begierden, mit Vorstellungen und Empfindungen wie der damalige Mensch selbst. Was der Grieche erstrebte und erflehte, spornte ihn an, Göttliches in seiner Umgebung zu erkennen, zum Beispiel die Furien. Wenn wir noch weiter zurückgehen würden, würden wir finden, wie der Mensch seine Umgebung mit dem Ätherleib begreift.

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Cite: GA 68a/1909-02-26/p022 · edition original