Die okkulte Bedeutung des Johannesevangeliums

GA 68a/1909-02-28/p008 ·1909-02-28 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Welches ist die theosophische Anschauung über den Menschen? Wir sehen, wie er zunächst eine viergliedrige Natur besitzt, den physischen Leib, dann den Ätherkörper mit dem Prinzip des Wachstums und der Fortpflanzung, des Kämpfens gegen den Zerfall. Ferner den Astral- oder Begierdenleib, den Sitz der Empfindungen und Gefühle. Wenn wir den Menschen vor uns sehen, so erkennen wir, dass er besteht aus einer Summe von Lust und Leid, von Freude und Schmerz. Doch gehen wir tiefer, so wird uns klar, dass ein Name existiert, der einzig ist in der Bezeichnung des Menschen. Dies ist der Name «Ich». Jeder kann einen Gegenstand mit demselben Namen bezeichnen, den Namen «Ich» kann jeder Mensch nur selbst aussprechen, wenn er sein Innerstes meint, sein Selbst, seine Individualität. Von außen kann in diesem Sinne das «Ich» nicht an unser Ohr gelangen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/68a/1909-02-28/p008.json
Cite: GA 68a/1909-02-28/p008 · edition original