Theosophie und Bibel
Was hier heute gesagt werden soll, bitte ich als Beobachtungen und Erfahrungen hinzunehmen, die der Okkultist machen kann an der Bibel oder andern alten Dokumenten der Menschheitsentwicklung. In den mannigfaltigsten Urkunden, bei den verschiedensten Völkern findet man Mythen, Sagen und Legenden, die auffallend einander gleichen. Namen, einzelne Züge der Erzählung weichen oft, sehr oft voneinander ab; doch finden sich große Ähnlichkeiten solch alter Sagen, zum Beispiel bei den griechischen und mexikanischen Völkern. Der heutige Mensch der neuzeitlichen Bildung, namentlich wenn er recht gescheit ist, sagt: «Das sind die kindlichen Vorstellungen, die sich die früheren Menschen gebildet haben.» Vom Gesichtspunkte der okkulten Forschung und durch die Beobachtung der Akasha-Chronik bekommt man aber einen gewaltigen Respekt vor diesen alten Urkunden. Die alten Mythen und Sagen sprachen zwar in Bildern, aber die Art derselben bringt uns darauf, anzunehmen, dass eine richtige Erkenntnis da war von den geistigen Hierarchien, die das bewirkten, was heute unsere Erde mit dem Menschen ist. Nicht eine kindliche Phantasie, sondern nur eine Urweisheit konnte solche Bilder schaffen. ...
Cite:
GA 68a/1910-11-29/p004 · edition original