38. Die Ideale der Menschheit und die Ideale der Eingeweihten

GA 68b/1906-01-16/p012 ·1906-01-16 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Hegel sagt: Ihr glaubt, irgendein Ideal sei eine Abstraktion? Für mich ist ein Ideal keine solche, sondern etwas ganz Konkretes. — Idealismus ist nicht allein Erkenntnis der Ideale, sondern er ist eine Stimmung, eine Empfindung, die in uns lebendig werden muss, die eine Lebenskraft werden muss. Die Ideale der Menschheit sind deshalb die tiefsten Kräfte, die in der Menschheit wirksam sind. Die großen Genien der Menschheit, die Dichter, Tondichter, Maler, Bildhauer, alle diese Führer der Menschheit verzeichnet die Geschichte, die der eine besser, der andere weniger gut versteht. Sie stehen als die Führer der Menschheit oben an; aber diejenigen, von welchen sie ihre Kraft saugen, die stehen hinter ihnen. Die Zeiten überschauend und beherrschend stehen diejenigen, welche für die Menschheit kaum mehr als ein Name sind - nämlich die «großen Eingeweihten».

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