6. Die Drei Welten
Ein Mensch steht vor mir. Ich sehe seine Gestalt, sein Haar, sein Gesicht, seine Haut; aber ebenso wirklich wie dieser sichtbare Mensch sind seine Wünsche und Begierden, Instinkte und Leidenschaften auch vor mir, sie sind für die astralische Welt ebenso wirklich wie der sichtbare Körper für die physische Welt. Man solle ihn Triebkörper nennen, hat man gemeint; aber das taugt nicht besser; es könnte zu der irrigen Meinung der Materialisten führen, die da meinen, dass die Triebe von dem physischen Leibe ausgehen. Bevor der Mensch geboren war, war das Seelische des Menschen da, das sich in den Leib verkörpert hat. Die Triebe, Instinkte, Leidenschaften und so weiter waren da, und sie sind es, die den physischen Körper gestaltet haben. So können wir auf die Frage, woher der physische Körper kommt, eine ganz bestimmte Antwort geben.
Cite:
GA 68b/1906-02-03/p020 · edition original