42. Blut ist ein ganz besondrer Saft
Auch an unserem Ätherleibe können wir arbeiten; viele Grundsätze und moralische Ideen, welche noch im Astralleibe wurzeln, reichen auch als Mächte in das Ätherreich, zum Beispiel die Kunst. Was der Mensch vom Kunstwerk in sich aufnimmt, wirkt in den Ätherleib hinein; ebenso, was durch die Religion bewirkt wird. So unterscheiden wir auch an ihm zwei Teile: den mitbekommenen und den hineingearbeiteten Lebensgeist. Diesen nennen wir Budhi. Ein Chela erlangt die Fähigkeit, immer mehr hineinzuarbeiten; die geistige Schulung ist ein Ausarbeiten des Ätherleibes. Endlich kann auch eine solche Ausarbeitung des physischen Leibes stattfinden durch besondere geistige Fähigkeiten. Der Theosoph nennt den vergeistigten Teil, durch den der Mensch in Beziehung zum ganzen Kosmos steht, «Atman» oder eigentlicher Geist des Menschen. So unterscheiden wir im Wesen des Menschen ein Siebenfaches. Diese Arten seines Wesens sind nicht als gesonderte Teile aufzufassen, vielmehr als sieben Stufen, Grade seines Wesens, wie die Töne der Skala oder die Farben des Regenbogens. Die drei letzten Stufen: Manas, Budhi, Atma machen das Urbild des Menschen aus — das Obere.
Cite:
GA 68b/1906-11-30/p016 · edition original