42. Blut ist ein ganz besondrer Saft
In keinem physischen Leibe könnte Selbstbewusstsein seinen Sitz ergreifen ohne das Blutsystem. Das Blutsystem, in welchem sich innere Wärme entwickeln kann, das rote, warme Menschenblut muss da sein, damit das Ich sich offenbaren kann. Das Blut ist der Träger des Selbstbewusstseins in einer Wesenheit. Daher: Haben Sie den Weg zu seinem Blute gefunden, so haben Sie auch den Weg zu seinem Selbst gefunden; was auf das Blut wirkt, wirkt auf das Selbst. Nicht das Ich ist oder schafft sich das Blut; das tut der Astralleib. Erst wenn der Astralleib das Blut geschaffen hat, ist das Ich imstande, darin zu wohnen. Man kann von einem Menschen Wissen erhalten, mancherlei erfahren, ebenso kann man einen anderen belehren und ihm Mitteilungen machen; aber Zugang zur besonderen Individualität eines Menschen hat man erst dann, wenn sein Blut affiziert, in schnellere oder langsamere Bewegung versetzt ist. Der besondere Saft vermittelt den Zugang zum Ich. Gewalt über das Blut macht zum Herrn des Menschen.
Cite:
GA 68b/1906-11-30/p020 · edition original