42. Blut ist ein ganz besondrer Saft

GA 68b/1906-11-30/p020 ·1906-11-30 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

In keinem physischen Leibe könnte Selbstbewusstsein seinen Sitz ergreifen ohne das Blutsystem. Das Blutsystem, in welchem sich innere Wärme entwickeln kann, das rote, warme Menschenblut muss da sein, damit das Ich sich offenbaren kann. Das Blut ist der Träger des Selbstbewusstseins in einer Wesenheit. Daher: Haben Sie den Weg zu seinem Blute gefunden, so haben Sie auch den Weg zu seinem Selbst gefunden; was auf das Blut wirkt, wirkt auf das Selbst. Nicht das Ich ist oder schafft sich das Blut; das tut der Astralleib. Erst wenn der Astralleib das Blut geschaffen hat, ist das Ich imstande, darin zu wohnen. Man kann von einem Menschen Wissen erhalten, mancherlei erfahren, ebenso kann man einen anderen belehren und ihm Mitteilungen machen; aber Zugang zur besonderen Individualität eines Menschen hat man erst dann, wenn sein Blut affiziert, in schnellere oder langsamere Bewegung versetzt ist. Der besondere Saft vermittelt den Zugang zum Ich. Gewalt über das Blut macht zum Herrn des Menschen.

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