42. Blut ist ein ganz besondrer Saft

GA 68b/1906-11-30/p021 ·1906-11-30 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Wie wird auf das Blut gewirkt? Ich möchte hinweisen auf ein Gespräch von zwei bekannten Männern: Anzengruber, dem dramatischen Dichter, und Rosegger, dem Schilderer des österreichischen Bauernlebens. Anzengruber hat sein ganzes Leben in der Stadt zugebracht - und doch, mit welcher Genialität hat er Bauerngestalten auf die Bühne gebracht! Zu ihm sagte Rosegger: Es wäre für dich doch vielleicht besser, wenn du die Bauern studieren wolltest. - Darauf Anzengruber: Das würde ich nicht können; ich vermag das nicht durch Beobachtung, ich hab’s im Blut. Meine Ahnen waren Bauern, und wenn ich mich mir selbst überlasse, dann macht sich das von selbst.

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