43. Blut ist ein Ganz Besondrer Saft

GA 68b/1907-01-11/p018 ·1907-01-11 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Ich muss da eine Tatsache erwähnen, die ein wichtiges Ereignis für die Menschheitsentwicklung war, der Übergang der Nah-Ehe zur Fern-Ehe. In allen Völkern findet sich ein Zeitpunkt, wo dies alte Gesetz durchbrochen wird. Wenn das geschieht, spielt sich jedes Mal in der geistigen Entwicklung etwas ab. Bei der Nah-Ehe lebten die Vorfahren in viel erheblicherem Maße im Gedächtnis fort. Jeder behielt die Erinnerung an das, was Genenationen vorher getan hatten. In dem Moment, wo die Fern-Ehe auftritt, wird das Gedächtnis beschränkt auf die Zeit zwischen Geburt und Tod. Früher finden Sie einen großen Ahnenkultus für einen Stammhalter, auf den der ganze Stamm zurückgeht. So lange Blut zu Blut kommt, erinnert sich der Einzelne, und so lange bleibt derselbe Name. So lange die Erinnerung von Adam dauert, bleibt sein Name. So sehen Sie, dass das Blut ist wie eine Tafel; was sich vererbte, ist die innere Struktur des Leibes, die in das Blut sich einschreibt. Das gleiche Ich bleibt, wo in das Blut dasselbe eingeschrieben wird.

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