7. Wie begreift man Krankheit und Tod?
Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass wir im Sinne der Geisteswissenschaft über Tod und Krankheit nur vom Menschen heute sprechen werden. Denn die Rätsel der Welt sind so mannigfaltig, und nur derjenige, der alles über einen Leisten schlagen möchte, kann dasjenige, was über eine Sache erforscht ist, auf etwas anderes anwenden. Für den echten Geistesforscher sind die Dinge, die auch scheinbar gleich sind, wie Krankheit und Tod, so ganz verschieden für verschiedenartige Wesen. Hartmann sagt, der Mensch sei so eingerichtet, dass er in einer gewissen Zeit seines Lebens das Verständnis verliert für seine Umwelt, und eine junge Generation muss nachkommen, die dieses Verständnis hat. Der Mensch würde ein Fremdling sein innerhalb der Welt, wenn er nicht hinweggenommen würde. — Sie sehen, wieder nichts Erhebliches! Was sollen wir daraus machen?
Cite:
GA 68b/1907-01-21/p008 · edition original