7. Wie begreift man Krankheit und Tod?
Dieses Freiwerden, das also auf der Basis des Egoismus sich aufbaut, dieses Aufnehmen der Selbstsucht durch ein Wesen, das bezeichnet Paulus als Sünde. Selbstsucht ist für ihn die Ursünde. Und daher war es mit dem Wesen des Menschen verbunden, das zur Sünde sich entwickelte, dass ein Leib organisiert wurde, durch den ganzen Hergang der Entwicklung auf diese Sünde hin. Ein solcher Leib konnte aber nicht anders als sterblich sein, wegen seiner Losgelöstheit. So erfordert die Wesenheit des Menschen zu ihrer Selbstständigkeit einen sterblichen Leib. Wer da hineindringt, der wird sehen, dass dasjenige, was gesagt worden ist, völlig sich mit Paulus” Ansicht deckt. Und das wird uns die Stimmung abgeben zu dem, was wir zu betrachten haben.
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GA 68b/1907-01-21/p017 · edition original