7. Wie begreift man Krankheit und Tod?
Das ist wichtig. Man muss sich klarmachen, dass dieses Hineinarbeiten ins feste Gerüste zunehmend und zunehmend geschieht, und mit dem Herausdrücken der eigenen Zähne eine Art Schlusspunkt erhält. Die eigene Kraft arbeitet im Menschen, die ihm die Zähne gibt. Die vorigen Zähne sind ererbte; was in ihm selbst, in seiner eigenen Persönlichkeit an Kraft zu gestalten liegt, das drückt sich [zuletzt] in den eigenen Zähnen aus. Wenn dieser Punkt eingetreten ist, dann hört die im Menschen tätige Lebenskraft auf, jene Gebundenheit zu haben, die sie haben müsste. Jetzt drängt der Ätherleib zurück die schützende Ätherhülle, wird frei und arbeitet anders. Jetzt verrichtet er hauptsächlich die Dinge im Leib allein, die seine Aufgabe sind: Wachstum, Größerwerden des Leibes und so weiter, während er vorher beschäftigt gewesen ist, Gestaltungen zu machen. Jetzt wird das, was veranlagt ist, vergrößert. Jetzt ist eigentlich bis zur Geschlechtsreife der Ätherleib das Herrschende in der menschlichen Entwicklung, der frei gewordene Ätherleib. Er macht wieder einen Schlusspunkt, er drängt die Kraft des Bildens, des Wachstums bis zu dem Punkt, da das Wachstum über sich selbst hinausschreitet.
Cite:
GA 68b/1907-01-21/p031 · edition original